75 % der Aufrufe meines Indie-Spiels kamen über Threads – das zeigen 30 Tage GA4-Daten

Nach der Veröffentlichung eines Indie-Spiels kommt schnell die wichtigste Frage: Wie finden Menschen es überhaupt?

Ich entwickle allein das Browser-Spiel ORA Quest und poste regelmäßig auf Threads. Likes und Reichweite sind sichtbar – aber schicken diese Posts wirklich Spieler zum Spiel?

Ein Blick in Google Analytics zeigte ein überraschend klares Bild.

594 Seitenaufrufe in 30 Tagen

Vom 7. September bis 6. Oktober 2026 verzeichnete die ORA-Quest-Seite 594 Seitenaufrufe und 407 Nutzer. Sie war damit der meistbesuchte Bereich meiner Website.

448 Aufrufe kamen über Threads

GA4 teilte den Threads-Traffic auf zwei Quellen auf: l.threads.com / referral mit 230 Aufrufen und threads / social mit 218.

Zusammen sind das 448 Aufrufe – rund 75 % aller ORA-Quest-Aufrufe.

Threads war also nicht nur ein zusätzlicher Werbekanal, sondern der wichtigste Eingang zum Spiel.

Eine Plattform kann in Analytics mehrfach auftauchen

Hätte ich nur eine der beiden Quellen betrachtet, hätte ich die Wirkung von Threads deutlich unterschätzt.

Gerade bei kleinen Websites lohnt es sich deshalb, ähnliche Referral- und Social-Quellen gemeinsam zu betrachten.

Google Search spielte fast keine Rolle

In der Search Console sah es ganz anders aus: Die ORA-Quest-Seite kam im gleichen Zeitraum auf nur 2 Impressionen und 0 Klicks.

Der aktuelle Weg lautet also kaum Suche → ORA Quest, sondern vor allem Threads → ORA Quest.

Das bestätigt meine Beobachtung aus Mein Indie-Spiel ist online – aber über Google findet es fast niemand.

SEO ist deshalb nicht nutzlos

Threads kann sofort Besucher bringen, doch Posts verschwinden schnell. Suchartikel brauchen länger, können aber Monate später noch gefunden werden.

Mein Ansatz lautet deshalb: heute Menschen über Threads erreichen und gleichzeitig Such-Eingänge für morgen bauen.

Für Solo-Entwickler sind die ersten 100 Besucher besonders schwer

Ein gutes Spiel kann unsichtbar bleiben. Große Studios kaufen Reichweite; Einzelentwickler meist nicht.

In dieser frühen Phase kann Social Media sehr viel schneller sein als Suche. Meine Zahlen sind ein kleines Beispiel dafür.

Follower sind nicht die wichtigste Kennzahl

Likes, Follower und Impressionen sind leicht messbar. Entscheidend ist aber: Kommen Menschen wirklich beim Spiel an?

Darum beobachte ich zunehmend die gesamte Strecke: Post → Website → ORA Quest.

594 Aufrufe – Erfolg oder nicht?

Für ein großes Web-Angebot wären 594 Aufrufe winzig. Für ein frühes Solo-Projekt ist wichtiger, dass ein funktionierender Zugangsweg sichtbar wird.

Wenn ich weiß, dass ungefähr 75 % über Threads kommen, kann ich diesen Weg gezielt verbessern.

Als Nächstes zählt, was die Besucher tun

Wie lange bleiben sie? Starten sie das Spiel? Spielen sie die Demo zu Ende? Kommen sie zurück?

Erst dann werden Aufrufe zu echten Spielern.

Social Media ist Teil des Einstiegs

Ich sehe Threads inzwischen nicht nur als Werbung, sondern als Teil der Nutzerreise: Post sehen, Profil öffnen, Link antippen, Spiel starten.

Parallel will ich Suchinhalte aufbauen, damit langfristig mehrere Wege zu ORA Quest führen.

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