Im September 2026 habe ich die Startseite von criver.site von WordPress getrennt. WordPress habe ich nicht aufgegeben: Es bleibt mein CMS für Artikel. Nur die Startseite läuft jetzt als statisches HTML/CSS/JavaScript und wird über GitHub Actions auf meinen Xserver übertragen.
Der Grund war weniger „Technik um der Technik willen“ als eine Frage der Wartbarkeit. Mit jedem neuen Spiel und jeder kleinen Web-App wurde deutlicher, dass Startseite, Blog und eigentliche Produkte nicht alle an derselben WordPress-Schicht hängen müssen.
Das eigentliche Problem vor der Umstellung
Wenn alles in WordPress steckt, können Änderungen an Theme oder Plugins auch die Startseite beeinflussen. Dazu kam ein einfacherer Fehler: Ein Push zu GitHub bedeutete nicht automatisch, dass die Produktionsseite aktualisiert war. In der Zeit mit manuellen FileZilla-Uploads war GitHub manchmal aktuell, der Server aber nicht.
Meine heutige Struktur
- Startseite: statisches HTML, CSS und JavaScript
- Quellcode: GitHub
- Deployment: GitHub Actions → Xserver
- Artikel: WordPress
- Spiele/Web-Apps: unabhängig von WordPress
Die wichtigste Erkenntnis: Push ist nicht Deployment
Gerade am Anfang mit Git ist es verführerisch, „zu GitHub gepusht“ mit „Website aktualisiert“ gleichzusetzen. Bei der Entwicklung von ORA Quest hatte ich genau das Problem: Lokal und auf GitHub war JavaScript bereits korrigiert, in Produktion lief noch eine ältere Datei.
Seitdem gehört die Prüfung der echten Produktions-URL zum Deployment dazu.
Auch Automatisierung kann scheitern
Ich hatte unter anderem einen falschen FTPS-Host eingetragen und dadurch einen SSL-Verbindungsfehler. Außerdem können Caches dafür sorgen, dass alte JavaScript-Dateien weiter ausgeliefert werden.
Der Vorteil der Automatisierung liegt deshalb nicht darin, dass nie etwas kaputtgeht. Der Vorteil ist, dass sich die Fehlerstelle klarer eingrenzen lässt: Verbindung, Übertragung, Cache oder Produktionsprüfung.
Für Solo-Projekte reicht eine einfache Trennung
Ich brauche keine Enterprise-Architektur. Aber die Trennung der Rollen hilft: Die Startseite ist der Eingang zu meinen Projekten, WordPress dokumentiert die Entwicklung, und die Anwendungen leben unabhängig davon.
Zu den Projekten gehören das Story-Spiel ORA Quest und das kurze Gedächtnisspiel Oboete Iruka?.
Mein Fazit: Man muss sich nicht zwischen „alles WordPress“ und „gar kein WordPress“ entscheiden. Für mich funktioniert die Mischform deutlich besser.

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